Presseverteiler aufbauen: Die 18 wichtigsten Fragen und Antworten

Presseverteiler aufbauen: Die 18 wichtigsten Fragen und Antworten

Presseverteiler sind der entscheidende Baustein zu erfolgreicher Medienarbeit. Hier erfahren Sie, wie Sie Verteiler aufbauen, wo Sie sie kaufen können und wie Sie sie einsetzen.

Warum sollte ich Pressearbeit machen?

Presseverteiler gehören zur PR wie das Popcorn zum Kino. Pressearbeit ist eine der effektivsten und kostengünstigsten Marketing-Maßnahmen – wenn sie richtig gemacht wird und erfolgreich ist. Nehmen wir einmal folgenden Vergleich: Wenn Sie eine doppelseitige Werbeanzeige in einer wichtigen Fachzeitschrift ihrer Branche schalten, wird Sie das schnell 8.000-10.000 Euro kosten. Die Veröffentlichung Ihres eigenen Fachbeitrags kostet Sie, selbst dann wenn Sie eine PR-Agentur beauftragen, in der Regel nicht mehr als 1.500-2.000 Euro. Sie sparen also 80-90 Prozent der Kosten im Vergleich zu klassischer Werbung. Wenn Sie alles komplett selbst umsetzen, müssen Sie lediglich Ihre Arbeitszeit dagegen rechnen. Hinzu kommt ein weiterer wichtiger Faktor: Die Veröffentlichung eines eigenen Fachbeitrags unter Ihrem Namen hat natürlich auch qualitativ einen deutlichen Vorteil im Vergleich zur Werbung: Denn der Leser weiß, dass Sie im Gegensatz zur Anzeige nicht für die Veröffentlichung bezahlt haben – sondern die Redaktion von Ihrem Thema überzeugt ist. Presseverteiler sind ein wichtiger Baustein für erfolgreiche Pressearbeit, weil Sie Ihnen entscheidend dabei helfen, die richtigen Medien zu finden und Kontakte aufzubauen.

 

 

Wie baue ich mir einen Presseverteiler selbst auf?

Keine Lust Geld auszugeben, aber Spaß an eigener Recherche? Je nachdem, wie viel Zeit und Budget Sie für den Aufbau Ihres Presseverteilers investieren wollen, können Sie zwei Wege gehen:

  1. Sie recherchieren Kontaktdaten und Ansprechpartner in den Redaktionen selbst.
  2. Sie kaufen den Presseverteiler bei einem professionellen Anbieter: Entweder einem spezialisierten Fachverlag oder einer PR-Agentur.

Die eigene Recherche (über das Internet und Telefon) empfiehlt sich, wenn Sie kein Geld ausgeben wollen und bereits ganz genau wissen, welche Medien Sie erreichen wollen. Dann können Sie über die Homepage der jeweiligen Redaktion (zumeist über das Impressum oder die Kontakt-Seite) die entsprechenden Daten (vor allem Telefon und E-Mail-Adresse) sowie die passenden Redakteurinnen und Redakteure herausfinden. Aber, Achtung: Viele Redaktionen veröffentlichen ausschließlich den Namen des Chefredakteurs – nicht die der Fachredakteurinnen oder Ressortleiter. Das kann später zu einem Nachteil für die Pressearbeit werden, da Sie die eigentlich zuständigen Redakteure nicht gezielt ansprechen können.

Wo kann ich einen Presseverteiler kaufen?

Keine Lust auf Recherche? Wenn Sie einen Presseverteiler aufbauen wollen, aber keine Zeit für die mühsame Recherche haben, können Sie entsprechende Daten kaufen. Hierfür gibt es spezielle Datenbank-Anbieter wie die Verlage STAMM und ZIMPEL oder den international ausgerichteten Service von Meltwater.

Dort können Sie den Zugang zu einer Datenbank buchen, der je nachdem, welchen Anbieter Sie wählen und welche Features Sie beim Zugang auswählen, zwischen 200 und 4.000 Euro Jahresgebühr kostet (das ist eine große Spannweite…). Der Zugang zu einer Mediendatenbank empfiehlt sich vor allem dann, wenn Sie bereits Vorkenntnisse in der Medienarbeit haben und regelmäßig einen größeren Kreis an Redaktionen anschreiben wollen. So können Sie über die Datenbank fortlaufend die passenden Redaktionen aussuchen.

Die schnelle und praktische Alternative ist es, einen Verteiler über eine PR-Agentur (wie z. B. PUBLIC EFFECT) zu beauftragen. Die Agentur berät Sie dann bei den passenden Redaktionen und stellt die Daten für Sie zusammen. Sie erhalten eine fertige Excel-Datei und können direkt mit der Pressearbeit starten. Damit sparen Sie sich den Aufwand, selbst zu recherchieren. Dieser Weg empfiehlt sich für alle, die wenig Vorkenntnisse bei der Pressearbeit haben oder sich nicht erst lang in eine Datenbank einarbeiten wollen.

Blick in die Mediendatenbank von STAMM.