
„Dafür bin ich zu klein.“
Diesen Satz höre ich erstaunlich oft, wenn es um Pressearbeit geht. Von Unternehmerinnen und Unternehmern, die gute Geschichten zu erzählen hätten, aber trotzdem zögern. Weil sie glauben, Journalisten würden sich vor allem für große Namen, bekannte Marken und Unternehmen mit vielen Mitarbeitern interessieren.
Ein Irrtum.
Denn eine spannende Geschichte wird nicht dadurch interessanter, dass sie aus einem Konzern kommt. Und eine gute Idee wird nicht schlechter, nur weil dahinter kein Unternehmen mit 5.000 Beschäftigten steht.
Im Gegenteil: Journalisten bekommen jeden Tag jede Menge Pressemitteilungen. Viele davon klingen ähnlich, manche sogar so, als hätten sie sich gegenseitig abgeschrieben. Was dabei auffällt, ist oft etwas anderes: eine ungewöhnliche Perspektive, eine überraschende Erfahrung oder jemand, der in seinem Fachgebiet wirklich etwas zu sagen hat. 📰
Sie sind nie zu klein für eine große Idee.
Vielleicht sind Sie Einzelunternehmerin oder Einzelunternehmer. Vielleicht führen Sie einen Betrieb mit fünf, 10 oder 20 Beschäftigten. Entscheidend ist nicht die Zahl auf dem Firmenschild. Entscheidend ist, ob Sie eine interessante Geschichte erzählen können.
- Haben Sie eine besondere Nische?
- Lösen Sie ein Problem, das viele Menschen kennen?
- Haben Sie Erfahrungen gemacht, von denen andere profitieren können?
- Oder beobachten Sie in Ihrer Branche eine Entwicklung, die bisher kaum jemand erklärt hat?
- Dann gibt es bereits einen guten Anlass für einen Fachbeitrag, ein Interview oder eine Expertenmeinung.
Und dabei hilft Ihnen ein einfacher Blick auf das, was gerade die Menschen beschäftigt. Welche Themen werden in Ihrer Branche derzeit diskutiert? Was sorgt für Fragen, Unsicherheit oder vielleicht auch Streit? Welche Entwicklung ist gerade besonders wichtig?
Nehmen Sie dieses große Thema und verbinden Sie es mit Ihrem eigenen Fachwissen.
Ein Beispiel: Künstliche Intelligenz ist ein großes Thema. Aber „Künstliche Intelligenz verändert die Wirtschaft“ ist noch keine besonders aufregende Geschichte. Interessanter wird es, wenn eine Steuerberaterin erklärt, welche Fehler kleine Unternehmen beim Einsatz von KI machen. Aus einem großen Thema wird so Ihre Geschichte. 🎯
Das Schöne daran: Sie müssen dafür nicht lauter sein als die Großen. Sie müssen auch nicht versuchen, wie ein Konzern zu wirken. Sie müssen etwas wissen, etwas erlebt haben oder etwas anders sehen als andere. Und Sie sollten den Mut haben, darüber zu sprechen.
In 25 Jahren haben wir mehr als 100 Veröffentlichungen für Einzelunternehmerinnen und Einzelunternehmer in die Medien gebracht. Menschen, die am Anfang ebenfalls dachten: „Dafür bin ich doch viel zu klein.“
Waren sie nicht. Und Sie sind es auch nicht. 🚀
Die nächste große Geschichte könnte von einem Unternehmen kommen, dessen Name heute noch kaum jemand kennt. Vielleicht sogar von Ihrem.
Pressearbeit für Einzelunternehmer und KMU: So funktioniert’s
1. Finden Sie Ihr Thema.
Was können Sie besonders gut? Welches Problem lösen Sie für Ihre Kunden? Und welche Erfahrung haben Sie gemacht, von der andere lernen können? Suchen Sie nach dem, was Sie von anderen unterscheidet. Eine gute Geschichte muss nicht die Welt komplett verändern. Sie muss aber für andere Menschen interessant sein.
2. Nutzen Sie aktuelle Anlässe.
Welche Themen bewegen Ihre Branche gerade? Greifen Sie einen aktuellen Trend auf und verbinden Sie ihn mit Ihrem Fachwissen. So wird aus Ihrem Spezialgebiet ein Thema, das auch für die Medien spannend ist.
3. Denken Sie an die Leser.
Journalisten suchen Geschichten, die Menschen etwas bringen. Erklären Sie, was Ihre Erkenntnisse für den Alltag, den Beruf oder die Zukunft Ihrer Zielgruppe bedeuten. Ihre „Werbung“ für das eigene Unternehmen steht dabei nicht im Mittelpunkt. Ihr Wissen ist der Star.
4. Sprechen Sie die richtigen Medien an.
Nicht jede Geschichte passt in jede Zeitung. Überlegen Sie, welche Fachzeitschriften, regionalen Medien oder Online-Magazine Ihre Zielgruppe erreichen. Schauen Sie sich an, welche Themen dort behandelt werden, und bieten Sie Ihren Beitrag gezielt an. Eine persönliche, passende Anfrage ist besser als ein Rundumschlag an hundert Redaktionen.
5. Bleiben Sie dran.
Nicht jede Anfrage führt sofort zu einem Beitrag. Das ist normal und kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Bauen Sie Ihre Themen weiter aus, verfolgen Sie aktuelle Entwicklungen und bleiben Sie als Ansprechpartner im Gespräch. Gute Pressearbeit ist kein Glücksspiel, sondern wächst mit Ausdauer, guten Ideen und dem Mut, sich zu zeigen. 🚀
(Das Bild wurde unter Einsatz von KI erstellt).